Lichtburg Saal

Moonlight

USA 2016; 111 Min.; Regie: Barry Jenkins; mit Mahershala Ali, Naomie Harris, Alex Hibbert, Ashton Sanders, Trevante Rhodes, Jharrel Jerome; ab 12 J.; Spielzeiten | Online-Reservierung
  • Ausgezeichnet mit drei Oscars: Bester Film, Bester Nebendarsteller und Bestes adaptiertes Drehbuch

  • Ab Donnerstag in der Lichtburg!

„Kino, das vor Leben pulsiert.” Spiegel Online

„Ein Meisterwerk.” Rolling Stone

„Radikal in seinem erzählerischen Ansatz, brillant inszeniert und tief berührend.”Programmkino.de

„Ein Stück Kunst mit sozialem Bewusstsein, das so wichtig ist wie aufschlussreich.” Variety

Die Geschichte einer schwarzen Sozialisation, aufgeteilt in drei Kapitel: Der hochklassige Film „Moonlight“ von Regie-Newcomer Barry Jenkins handelt von ein und demselben Protagonisten, den wir zunächst als Kind, dann als Teenager und später im Erwachsenenalter erleben. Es geht um Armut, Intoleranz, unterdrückte Sexualität und eine verbotene Liebe. In der „Little“ betitelten ersten Episode führt der kleine Chiron (Alex Hibbert) in Miami ein verschüchtertes Außenseiterdasein an seiner Schule und findet bei der meist alkoholisierten Mutter (Naomie Harris) wenig Trost. Der schweigsame Junge erfährt überall Abweisung, menschliche Nähe erlebt er nur bei einem um die Ecke wohnenden Drogendealer, zu dem er eine Art Vater-Sohn-Beziehung aufbaut. Im zweiten „Kurzfilm“ wird Chiron (jetzt gespielt von Ashton Sanders) zum Opfer von Hass und Gewalt, kommt aber auch seinem Freund Kevin (Jharrel Jerome) näher. Im dritten Teil „Black“ geht Chiron (Trevante Rhodes) einer kriminellen Karriere nach, die jedoch nur vage angedeutet wird. Nach langen Jahren sucht er Kevin wieder auf. „Moonlight“ ist ein Film der großen Gefühle, der komplett unsentimental erzählt wird und zu Recht den Golden Globe als bestes Drama gewann. Jenkins verwendet Klischees – die cracksüchtige Mutter, der drogendealende Mentor –, verdreht sie aber in völlig unerwartete Richtungen. Es ist erstaunlich, wie es den drei Darstellern gelingt, den Eindruck zu vermitteln, dass es sich um die gleiche Person in unterschiedlichen Altersstufen handelt. Ihre Mittel sind einfach, aber wirkungsvoll: die Augen leicht gesenkt, die Stimme sanft, nie fordernd, die Körpersprache zurückhaltend, und am Ende des Films führt alles zum Strand zurück, dem Ort der größten Sehnsucht. „Moonlight“ ist ein erfrischender Film für Menschen, die sich das Gefühl bewahrt haben, abseits aller Gender- und Rassendiskussionen Liebe und Fürsorge für den Nächsten zu empfinden.

Mehr Infos

Der Film im Internet

derbestefilmdesjahres.de

Szenenfotos

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