Lichtburg Saal

Premiere mit Regisseur und Darstellern
Die Unsichtbaren - Wir wollen leben

Deutschland 2017; 110 Min.; Regie: Claus Räfle; Darsteller Max Mauff, Alice Dwyer, Ruby O. Fee, Aaron Altaras, Victoria Schulz, Florian Lukas, Andreas Schmidt; FSK 12 Jahre | Online-Reservierung
  • Zur Premiere am Dienstag, 24.10.2017 um 20.00 Uhr sind Regisseur Claus Räfle, Hauptdarstellerin Ruby O. Fee sowie weitere Mitglieder von Cast und Crew in der Lichtburg zu Gast.

  • Eintritt: 10,- €

  • VVK: an der Kasse der Lichtburg werktags ab 12.00 Uhr, sonntags ab 15.00 Uhr oder Tickets online kaufen

Unglaublich, aber wahr: Während des Zweiten Weltkriegs gelingt es einigen jungen Juden, in der Anonymität Berlins unsichtbar zu werden.

Entstanden nach Zeugenberichten von Überlebenden der Judenverfolgung im antisemitischen Deutschland der 40er Jahre, erzählt das Drama "Die Unsichtbaren" die Geschichten von vier Juden, die in Berlin untergetaucht sind und ihre jüdischen Wurzeln geheim halten konnten.

Berlin, 1943. Die Reichshauptstadt wird als „judenfrei“ eingestuft. Sämtliche Juden, Regimegegner oder eben einfach „Nicht-Arier“ sind nach Theresienstadt, Ausschwitz oder in andere Lager gebracht worden, die Stadt ist „sauber“. Und doch gibt es noch 7000 Juden, die sich weiter in Berlin aufhalten. Sie verstecken sich, tarnen sich, tauchen im Untergrund ab. Sie sind von nun an unsichtbar. Und sie erhalten Hilfe von Freunden und Fremden. Die ihnen dabei helfen wollen, der Bedrohung durch die Nazis zu entgehen und zu überleben. Der Filmemacher Claus Räfle erzählt in DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN von vier Schicksalen aus dieser Zeit. Da ist Cioma, der sich mit dem Fälschen von Pässen über Wasser hält. Hanny wiederrum färbt sich die Haare blond und hofft, in der Masse unterzugehen. Eugen beteiligt sich nachts am Widerstand, taucht aber tagsüber bei einer Familie unter und versteckt sich bei jedem auffälligen Geräusch im Kleiderschrank. Und Ruth gelingt es, sich mit einer Freundin zusammen als trauernde Kriegswitwe zu tarnen und bei einem NS-Offizier als Dienstmagd unterzukommen. Räfle verknüpft Interviews mit den überlebenden Zeitzeugen mit Spielszenen, in denen das erzählte weitergeführt wird. So werden die fesselnden Überlebensgeschichten der vier Protagonisten fesselnd und sehr authentisch miteinander verknüpft. Und durch die Berichte aus den Interviews mit kleinen persönlichen Einblicken die Welt von damals und das damit einhergehende Gefühl der stetigen Bedrohung zum Leben wird hoch emotional nachvollziehbar. Die Nachwuchstalente Max Mauff, Alice Dwyer, Aaron Altares und Ruby O. Fee, wie auch der Rest des Ensembles, überzeugen durch ihr authentisches und sensibles Spiel . Die geschickte Montage und eine starke Auswahl an O-Tönen lassen die Grenzen zwischen Fiktion und Dokumentation verschmelzen und ermöglichen eine grundehrliche und tief berührende Auseinandersetzung mit dem schwierigen und komplexen Thema. Zusätzlich ist der Film ein Denkmal für all die Menschen, die dabei halfen, die Schutzsuchenden zu verstecken, obwohl ihnen bewusst war, in welche Gefahr sie sich selbst dabei begaben. Doch, wie eine der Helferinnen im Verlauf des Films erwähnt: Es ging um mehr, als Leben zu retten. Es ging darum, „Deutschland zu retten“. Auch dieser Aspekt lässt den Film zu einem hochaktuellen Beitrag zu politischen Debatten werden. Als der Krieg 1945 zu Ende geht, haben von den 7000 versteckten Juden in Berlin nur etwa 1500 überlebt. Cioma, Hanny, Eugen und Ruth waren vier davon. DIE UNSICHTBAREN – WIR WOLLEN LEBEN von Claus Räfle setzt nicht nur ihnen, sondern allen Verfolgten und Rettern ein würdiges filmisches Denkmal.

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Reservierungen sind bei Sonderveranstaltungen nicht möglich. Es besteht selbstverständlich die Möglichkeit des direkten Kartenkaufs an der Kinokasse.
Öffnungszeiten: werktags ab 12.00 Uhr, sonntags ab 15.00 Uhr

Mehr Infos

Der Film im Internet

tobis.de/die-unsichtbaren

Szenenfotos

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